Hypochondrie

 

 

 

Bei der Diagnose Hypochondrie handelt es sich nach meinen Erfahrungen in den meisten Fällen um eine, anfangs schwer zu erkennende Form einer eigentlich normalen, generalisierten Angststörung.

Bevor ein Arzt die Diagnose Hypochondrie stellt, sollten zunächst körperliche Krankheiten weitgehend ausgeschlossen werden. Dies beginnt mit einem Besuch bei ihrem Hausarzt, der dann eventuell erforderliche weitere Untersuchungen bei einem Facharzt empfiehlt.

 

Die Heilung einer hypochondrischen Angststörung ist deshalb so schwierig, da Symptome wie,
„Kloß im Hals“, starke Atemnot, Schwindel, Panik, weiche Beine,
Sehstörungen und anderes, aber vor allem auch echte Schmerzen auftreten.

 

Welcher Patient mit einer Angststörung bringt noch die Kraft auf, einigermaßen realistisch zu sehen, dass Teile dieser Sonderform der Angststörung durch eigene Gedanken hervorgerufen werden?
Leider dauert es auch oft sehr lange, bis ein Arzt seinen Patienten beruhigen und überzeugen kann und und der Patient dann diese Diagnose als gesichert akzeptiert.

Ein Angstkranker hat ja auch eine echte Krankheit.  Es ist eine meistens schon sehr stark angewachsene Angststörung.  Nur, diese versteht er meistens nicht.  Da die meisten, von Hypochondrie befallenen nicht einsehen wollen oder können, wo der Hauptgrund ihres Problems liegen kann, zeige ich hier nur ein paar Punkte auf.
Auf weitere Erklärungen dazu verzichte ich hier zunächst.

 

Bei der Suche nach den Ursachen für Krankheitsängste helfe ich gern.
Anfragen stellen sie bitte mit einer Email an netcoach@t-online.de.
Eine kurze Beschreibung Ihrer Krankheitsgeschichte reicht dazu zunächst völlig aus.

 

 

Die Angst vor Krankheiten - Psychosomatische Beschwerden

 

 

 

 

Ein besonders großes, weitverzweigtes Gebiet bei Angststörungen, ist die Angst, an
einer ernsten Krankheit zu leiden.

 

Wenn nach vielen Untersuchungen durch Ärzte, keine körperliche Ursache gefunden wurde, wird die Ursache für ein gesundheitliches Problem in den meisten Fällen psychisch bedingt sein.
Für den Betroffenen ist das immer sehr, sehr schwer zu verstehen und zu akzeptieren, da  die Person ja oft unter starken körperlichen Beschwerden leidet. Wie kann man sich das vorstellen, dass die Psyche so etwas hervorrufen kann?

 

Näherungsweise versuche ich dies einmal zu beschreiben, wie man sich das in unserem Körper etwa vorstellen kann.

 

 

Unser Kopf steuert uns. Unsere Energie und die gesamte Kraft holt sich der Körper durch die Verdauung aus unserem Darm. Der Magen ist die Abteilung, die unsere Nahrung aufnimmt und vorverarbeitet. Daraus erzeugen wir dann im Darm unsere gesamte Kraft und Energie.
Damit das alles gut funktioniert, gibt es eine ganz, ganz starke Nervenverbindung zwischen
Gehirn und dem Magen/Darm-Bereich. Den ganzen Tag und sogar nachts reden unser
Gehirn und die Organe ständig miteinander.

 

 

 

Unsichere, ängstliche Menschen saugen durch starke Ängste sehr viel dieser Energie im Kopf an. Unser Bewusstsein kann jedoch diese große Menge an Energie allein oft nicht mehr verarbeiten. Deshalb empfiehlt uns das Gehirn, bei Aufregung und Anspannung, also starker Angst, wir sollen uns bewegen, damit dabei die gerade zu viel vorhandene Energie wieder abgebaut wird und damit der psychische Druck schnell nachlässt.
Heutzutage haben wir aber fast immer zu wenig Bewegung, um diese Angstenergie auch wieder auf normalem Weg abzubauen.
Was machen wir denn nun nur mit der Energie, die wir im Moment gar nicht verwerten können? Irgendwo muss das Zeug ja hin. Alle Energie, die nicht durch bewegen oder durch reden abgebaut werden kann, fließt dann als überschüssige Energie meistens in die
Nervenbahnen, die zu den einzelnen Organen im Körper führen. Dadurch bekommen die Organe dann schlagartig ein Problem. Sie wissen auch nicht, was sie mit der vielen Energie machen sollen. Nun überschwemmt und stört diese überschüssige Energie alles, was gerade in der Nähe liegt.
Die Energie beeinflusst unsere Muskeln, unsere Schmerznerven, unsere Atmung, unseren Herzschlag, unser Temperaturempfinden, zahlreiche Nerven und somit unser gesamtes
Wohlbefinden. Es geht uns schlagartig schlechter.

 

Geht man nun zum Arzt und bittet den, eine Krankheit zu suchen, kann der natürlich nichts finden, wenn die Symptome "nur" von der Psyche kommen. Mit welchem nervlichen Überdruck jemand einzelne seiner inneren Organe belastet, das können Ärzte heute noch nicht messen.

 

Bei den Menschen, wo es genau so funktioniert, führt dies zu einer schwierigen Situation.
Man fühlt sich krank – Die Ärzte sagen aber, "Wir finden nichts".

 

Die Aufgabe der Betroffenen ist deshalb, selbst dafür zu sorgen, dass ein durch Angst entstandener Energieüberschuss, im Kopf ständig auch wieder abgebaut wird.

 

Am besten erreicht man dies durch bewusstes Denken, kennen lernen und akzeptieren der eigenen Gefühle und Wünsche, durch viel Bewegung, Kontakte mit Menschen, hilfreiche Gespräche, besonders mit Musik und tanzen sowie Entspannung und den Glauben an die eigene Kraft.
Dadurch wird die gesamte, im Körper vorhandene Energie, gerecht zwischen Kopf und den einzelnen Organen verteilt.
Denn wenn es gerecht zugeht, fühlen sich alle Organe zufrieden.
Der Körper beginnt sich automatisch zu entspannen.

 

Menschen, die zu wenig Bewegung haben, Menschen, die nicht ausreichend schlafen,
Menschen, die den ganzen Tag nur über Sorgen und Probleme nachdenken, verteilen ihre Energie, ohne sich darüber bewusst zu sein, sehr ungerecht im Körper.
Bald danach fühlen sie sich krank, verstehen aber dann meistens nicht, warum.

 

Durch die Ängste allein, fühlen sich Menschen schon eingeschränkt, jedoch durch die körperlichen Symptome anschließend noch mehr.

 

"Viele Symptome entstehen einfach nur durch sehr viel Angst"

 

Eine dauerhafte Verbesserung erreicht man, wenn man diese Zusammenhänge erkennt
und anschließend diesen Kreislauf durchbricht. Dies kann jedoch nur jeder Mensch allein.

 

Verbessern kann man sein Wohlbefinden, wenn man über Monate hinweg alles daran setzt, im Kopf ruhiger zu werden und Sorgen und Probleme bearbeitet, anstatt sie im Kopf aufzustauen.

 

Auf diese Weise kann man mit einem gesunden und entspannten Kopf, nach und nach einen gesunden und entspannten Körper erreichen.

 

Selbst wenn ein Organ im Körper, wie Nerven, Muskeln, Herz, Atmung oder etwas anderes im Körper lautstark meckert und rebelliert, bedeutet das noch lange nicht, das an dieser Stelle etwas krankhaft ist. Nicht alles wird auch nur annähernd so problemlos und schmerzfrei funktionieren, wie wir das gerne hätten.

 

 

Wichtig bleibt:
Bei berechtigten Bedenken und Zweifeln sollte man natürlich zuerst immer einen Arzt
darum bitten, zu untersuchen und auszuschließen, dass die Symptome eine körperliche Ursache haben.

 

 

 

 

Hypochondrie-Kranke, die die nachfolgenden Fragen klar und umfassend beantworten können, werden nach einiger Zeit kaum noch von ständigen Panikattacken und nächtlichen Alpträumen und völliger Schlaflosigkeit belastet werden.

Die Behandlung einer hypochondrischen Angststörung kann sehr oft etwa so, wie bei einer allgemeinen Angststörung erfolgen.

Das dies funktioniert, können sie auf der Unterseite Erfolgsberichte nachlesen.

 

 

Wenn Sie unter ständigen Krankheitssymptomen leiden, welche weder Sie, noch Ärzte erklären können, dann stellen Sie sich unbedingt einmal folgende Fragen.

In schwierigen Fällen sollten Sie diese Fragen schriftlich beantworten.

 

 

 

 

 

                 Fragen für Menschen mit Neigung zu Hypochondrie

 

 

 -      Welche Rolle spielen Sie in ihrer Familie oder ihrem Freundeskreis?

 

-       Werden und wurden Sie von ihren Eltern und Schwiegereltern ernst genommen?

 -       Akzeptiert Ihr Partner, Ihre Gefühle, also das, was Sie sagen und das was Sie wollen?

 

-       Leben Sie das Leben, was Sie sich immer so gewünscht haben, oder sind Sie
zumindest sehr mit ihrem Leben zufrieden?

-       Haben Sie existenzielle Sorgen? Fehlt Ihnen Geld, Arbeit, Wohnung oder etwas wichtiges anderes?

-       Was in ihrem Leben können oder wollen Sie gar nicht akzeptieren?

-       Machen Sie sich dauerhaft Sorgen um ihnen nahestehende Menschen also, Kinder, Partner, nahe Angehörige, Freunde?

-       Macht Ihnen eine schwere körperliche Erkrankung Sorgen?

-       Wie ehrlich können Sie über das reden, was Ihnen Sorgen macht? Die Krankheitssymptome natürlich dabei ausgeschlossen.

-       Wer sagt Ihnen zurzeit schon mal: "Hey. Du bist ok., so wie Du bist"?

-       Welche Wünsche oder welchen Traum können Sie sich leider nicht erfüllen?

-       Können Sie sich vorstellen, etwas an Ihrem Leben kurzfristig zu verbessern?

-       Können Sie sich vorstellen, dass es in Ihrem Leben wieder vorwärts geht?

 

Durch die Beantwortung der vorstehenden Fragen, sollte Ihnen deutlich werden,

in welchen Bereichen eine starke Unzufriedenheit und Unausgeglichenheit besteht.

Gelingt es Ihnen in den "Problem" - Bereichen Lösungen zu finden und innerlich
ausgeglichener und zufriedener zu werden, sollte auch Ihre Angst vor
Krankheiten stark nachlassen.

 

 

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